Facts
- Im Auftrag eines privaten Bauherren
- Fertigstellung: 2007
- Aufgabe: Planung und Projektbegleitung
Infos
Die Aufgabe, die die Bauherren, eine junge Fabrikantenfamilie, uns hier stellen, ist ungewöhnlich. Ein Gebäude aus den späten 50er Jahren des letzten Jahrhunderts ist innen meist anders aufgeteilt, als es moderne Anforderungen verlangen. So auch hier. Sehr kleinteilig sind die Räume um Flure herum organisiert. Eine geschwungene Treppe mit filigranem Mittelträger führt ins Obergeschoss, wo noch andere kleine Räume an einem Flur liegen. Das Haus hat eine gute Lage aber keinen schönen Ausblick. Wir fassen den Entschluss, zunächst die Einliegerwohnung im Sockelgeschoss für die Eltern herzurichten, dann wird das Erdgeschoss entkernt, um Platz für einen offenen Grundriss mit einer riesigen Wohnküche zu schaffen. Wir brechen eine Gebäudeecke auf, um einen wunderschönen Ausblick in das Ruhrtal zu erhalten. Die Treppe wird erneuert. Gestalterisch ist sie nun etwas geschlossener als die Vorgängerin. Das bietet ein sicheres Gefühl. Die Materialien jedoch gehen von ganz unten nach oben durch, es sind Eichenholzstufen, das Geländer ist geschlossen und weiß lackiert. Wie ein gewundenes Band verbindet es das Unter- mit dem Obergeschoss. Der Fußboden des Erdgeschosses wird mit Eichenparkett belegt. Außen erhalten wir eine neue Wärmedämmfassade. Eine Glasbausteinwand versperrt die Aussicht von der Terrasse, sie wird entfernt und durch eine Ruhrsandsteinwand in nur halber Höhe ersetzt. Eine Loggia im Obergeschoss, die ohnehin kaum benutzt wird, schlagen wir der Wohnfläche zu. So entsteht oben noch ein „Allraum“. Hier zeigt eine große Giebelverglasung zum Garten. Dorthin kann man sich gemütlich zurückziehen. Die Kinderzimmer erhalten begehbare Treppenschränke. Sie führen in den Spitzboden, wo die Betten stehen. Hier ist „No-Go Area“ für die Eltern.